Über das Geld

Anmerkung - Die Abhandlung wurde um die Griechenlandkrise erweitert. Das Ganze wurde dann nach Daten in der Inhaltsangabe sortiert....

Inhaltsangabe


Über das Geld
        Einleitung
        Geld als Tauschwert
        wie wird Geld Tauschwert?
        der Staat und das Geld
        die Banken
        die Börse
        das Buchgeld (Fabel vom Schweinestall)
        Fazit


18.10.2011 Das Hebelgesetz
22.10.2011 Insolvenzverschleppung
24.10.2011 Zahlenspiele   Ende der Abhandlung 

Einleitung

Die Zeichen sind unübersehbar, ob in den USA oder Deutschland, es formiert sich ein breiter Widerstand gegen die Geldpolitik, dass einem Gefühl der Ungerechtigkeit und dem Wunsch einer Regulierung des Bankensystems entspringt. Revolutionen werden zwar im allgemeinen im Winter nicht durchgeführt - eher verhungern die Armen im Winter. Wie dem auch sei, eine Kritik muss auch einen konstruktiven Teil und Alternativen beinhalten, schon allein deshalb, damit die irrige Aussage: die Politik sei alternativlos ad absurdum geführt wird. Die Sternenhimmelstuermerseite versucht also ein Gefühl zu artikulieren, damit der Samen des Protestes im Frühjahr auf fruchtbaren Boden fällt. Nein, dass führt nach der Leseart des Sternenenhimmelstuermers nicht zur Revolution, Enteignung und blutigen Aufständen, sondern zu teilweise grundlegenden Reformen, dass der Staat wieder souverän und die Banken auch gerne weiterhin Global Player sein dürfen, aber beschränkt durch Gesetz auf ihre ursprünglichen Funktionen.

Präsident Obama - über den der Sternenhimmelstuermer bekanntlich geteilter Meinung ist -  kritisierte nicht zu Unrecht das rechtlose (Handeln ohne Gesetz, das die europäischen Politiker mal eben versäumten zu erschaffen) Agieren der Banken.

Doch bevor Verbesserungsvorschläge kommen wieder mit der Naivität durch die Augen eines Kindes eine kleine Rückschau über die Notwendigkeit des Geldes in einem pragmatischen Ansatz.

Egal, ob hier Ansätze falsch sind, es geht hier darum, die entstandene Bewegung oder den reformwilligen Etablierten eine Möglichkeit zu geben, sich zu entscheiden. Und damit ist jede neue Abhandlung wichtig, damit neue Ideen entstehen


"Gold und Silber lieb ich sehr kanns auch gut gebrauchen..."(Quelle: Lied siehe Link)

Geld als Tauschwert

Geld ist eine der genialsten Erfindung überhaupt. Der Ursprungsgedanke ist für jeden Menschen auch leicht nachvollziehbar: Schaffe eine Variable, die in einem vorzugsweise metrischen System als Äquivalent eines Objektes (unabhängig dessen Form und Größe) dient.
Erst durch die Erfindung des Geldes wurde es möglich, dass ein Teil unserer Gesellschaft sich als Wissenschaftler, durch Dienstleistungen in Form von Arbeit, durch Handel oder als Arbeitslosengeldempfänger II seinen Unterhalt verdingt.

Wie wird aber Geld ein Tauschwert?

Primär wurde Geld als Tauschmittel Äquivalent geschaffen. D. h., es trug inhärent den Wert in sich (Goldmünzen). Ein Stück Revolution war dadurch bedingt, dass es einfach damals nicht genug Gold gab und die Ersetzung als third man im Handel eben nicht die gewünschte Erleichterung im Handel brachte. Dennoch spielt dieses Relikt bis zum heutigen Tage eine Rolle, was sich in den Goldreserven der Staaten und beim Flucht in Sachwerten in Krisenzeiten widerspiegelt.

Sekundär entwickelte mit der zunehmenden Bildung (man muss auch wissen, was auf seinem Geldschein überhaupt draufsteht - das erfordert zumindest rudimentäre Kenntnisse der Algebra), Entwicklung der Schrift und Erfindung eines Schreibmediums eine neue Technik der Äquivalenzberechnung. Die Erfindung des Wechsels oder "Papiergeld", also eine Wertschätzung des Geldes über das Vermögen eines Herrschers, Staates oder Händlers (Wechsel)...

Die grundlegende Voraussetzung war also ein Gebilde oder Vermögen eines einzelnen, dass einen Gegenwert darstellt.

Dieser Gegenwert konnte nun durch ein Medium (wie unsere heutigen Papierscheine oder aber auch elektronisches Geld - Form ist hierbei frei nach Goethe Schall und Rauch) in handgerechte Minimalwerte aufgeteilt werden.

Dieses ist eine jahrtausende alte Geschichte auf ein paar Zeilen reduziert auf der Metaebene. Manchmal hat der Sternenhimmelstuermer den Eindruck, dass die Politiker uns für dumm halten, dass wir das irgendwie in unserem kollektiven Gedächtnis nicht nachvollziehen können.

Der Staat und das Geld

Meistens war der Staat - egal welche Regierungsform - und sein Vermögen  der Gegenwert. Durch Steuern zapfte der Staat umgekehrt den Bürgern Geld ab und blieb "flüssig". Die zweite Quelle sind Kredite, eine Falle, wegen der in der Geschichte hunderte von Monarchien und heute Griechenland eingehen. Freilich alles Folgen einer Misswirtschaft - Willkommen im Mittelalter.

Wichtig  bleibt jedoch festzuhalten, dass es vom alten Rom bis heute immer der Staat war, der die schöne Infrastruktur, Straßen, Wasserleitungen...als Gegenleistung schuf - Je nach Umfang seines Wirtschaftens und der Korruption.

Wichtig ist auch: Nie in der Geschichte war der Staat wirklich Herr über das Geld - er war Hüter und Garant für die Schaffung eines Äquivalentes.

Der König war von Bänkern und Steuern abhängig, die er durch Gesetze bestimmte, aber das Geldwesen war immer auch unabhängig und der Herrscher an das Gesetz gebunden. Dieses war ein ungeschriebenes Gesetz. Weitaus Älter als die Demokratie. Der Staat bürgt durch das Geld, dass er durch seine Bürger oder Untertanen aquerieren kann. Das in der Geschichte es Ausnahmen gab, d. h. Bänker durch Intrigen enteignet wurden, ist unschöner Teil dieser Entwicklung, aber im Großen und Ganzen die berühmte Ausnahme der Regel.

Aber Anomalien gab es immer wieder:

Eine der im negativen Sinne Innovationen sei hier angeschnitten: Der Ablasshandel. Die Seele aus dem Fegefeuer springt, wenn die Münze im Klingelbeutel klingt lautete das Geschäftsmodell oder wie Dire Straits es sagen würden: Money for Nothing (Martin Luther war natürlich auch dieser Meinung! - der Sternenhimmelstuermer ist Protestant). Hier wurde aus Fantasie bahre Münze - wenn der Sternenhimmelstuermer analog unsere Wirtschaft anschaut. Willkommen im Mittelalter...

Ein wenig Evolution war schon nötig.

Die Griechenlandkrise zeigt in ihrer explosiven Wirkung nur das Schicksal eines Staates, wenn er ins trudeln gerät. Freilich ging dem Beitritt der EU ein Betrug voraus - die Aufnahmekriterien in die EU waren nie erfüllt und deshalb kann es auch kein Bürger einsehen, die Resozialisierungsmaßnahmen zu bezahlen.

Gleichzeitig offenbart bzw. nimmt die Griechenlandkrise im Vorheraus weg, was passiert, wenn ein Staat in der EU ins trudeln gerät und davon gibt es leider viele Staaten. So öffnete die Griechenlandkrise den Akteuren die Augen, nämlich das gesetzmäßig in Europa so ziemlich nichts geregelt ist, während es in den Nationalstaaten der EU eindeutige Regeln gibt, die im Prinzip nur auf eine höhere Ebene transponiert werden müssten - nicht einmal dazu sind unsere Politiker fähig und verharren im Status quo! Eine Schande - für die Wähler, die diese Regierung überhaupt erst wählte...

Konkrete Forderung an die Politiker:

Insolvenzrecht gibt es aus deutscher Sicht schon ziemlich ausgebaut im letzten Jahrzehnt. Was im Kleinen gilt, ist auch Gesetz im Großen (hermetische Gesetze: oben, wie unten). Ein Staat ist nichts weiter als eine juristische Person. Jede juristische Person in Deutschland kann in den Genuss eines Insolvenzverfahrens kommen.-.mit einer Wohlverhaltensphase....in sieben Jahren sollte das Problem gelöst und Griechenland sich außerhalb der europäischen Union wegen unbilligen Verhaltens und dem sich Erschleichen einer Mitgliedschaft in der EU (im Vertragsrecht bedarf es dazu nicht unbedingt dem BGB, alle anderen Länder haben auch Sittenwidrigkeit und Annullierung eines Vertrages im geschriebenen Recht. Im ungeschriebenen Recht gelten diese Regeln übrigens auch: Ansonsten ist ein Vertrag nicht das Papier wert, auf dem es steht).

Keine Sorge. Die Bänker kriegen dabei auch ihr Fett ab. Nach einem Schuldenschnitt haben Sie wegen ihrer Raffgier die Hälfte des Vermögens verloren....eine schöne Überleitung.

Die Banken

Die Banken waren seit der Erfindung des Geldes das Bindeglied zwischen den Bürgern eines Staates. Bis ins letzte Jahrhundert bestand deren Aufgabe im Zinsgeschäft im positiven und negativen Sinne. Mit angelegtem Geld anderen Kredite zu geben. Als Gegenleistung wird ein bestimmter Prozentsatz als Gewinn abgezweigt und der Sparer bekommt zur Zeit Zinsen dafür, die zum größten Teil unter der Inflation liegen - das ist sittenwidrig! In Griechenland bis zu fast 30 %, in Deutschland 1,x % Zinsen an den Sparer - abzüglich Kontoführungsgebühren. Kleiner Tipp an den kleinen Mann: Aus Prinzip nicht einen Cent in diesen gierigen Schlund.

 Die Funktion des "dritten Mannes", um den Geldfluss zu kanalisieren, ist also die Aufgabe der Bank. Christlich gesehen eine Sünde, pragmatisch gesehen eine Notwendigkeit.

Schuster bleib bei Deinen Leisten!

Die Banken vergessen leider immer mehr ihr Basisgeschäft und brechen laufend ungeschriebene Regeln. Wenn Sie dazu nicht in der Lage sind die ungeschrieben Regeln zu beachten, dann müssen diese eben niedergeschrieben werden - als Gesetz. Lesen werden die Herren und Damen können...

ungeschriebene Regel

1. Gebe ich einem Menschen, einer Organisation...einem Staat einen Kredit, dann bekomme ich dafür Zinsen. Ich nehme dafür so viel Zinsen, wie es die Restmoral der Gesellschaft zulässt, um nicht sittenwidrig zu handeln.

In einer Schuldnerberatungsstelle in Deutschland spielt sich ungefähr immer das gleiche Szenario ab: Kleine Kredite werden erfasst und zusammengefasst. Man verhandelt über einen erträglichen Zinssatz und Abzahlungsraten. Am Ende kommen beide Seiten zu einer halbwegs guten Einigung oder das Vermögen wird unter den Gläubigern in der Insolvenzmasse verteilt.

Letzteres ist schlecht durchführbar im Falle von Griechenland, es sei denn das französische und deutsche Panzer in Griechenland einfallen - das wäre noch nicht vorstellbar.

Der erste Teil schon eher. Der Sternenhimmelstuermer fordert eine Gesetzgebung, die einen Rahmen für die Rückerstattung von Krediten festlegt. Banken, die einen am Boden liegenden Staat mit utopischen Zinsen Geld verleihen, gehören wegen sittenwidrigen Verhalten an den Pranger gestellt. Bei einer Einzelperson oder einer juristischen Person wären die Menschen im Lande über ein solches Verhalten empört. Aber jeder, der sich an solch Handeln auch als Privatmann beteiligt, gehört bestraft. Die gerechte Strafe indes, der Schuldenschnitt, soll sozialisiert werden.

Die Banken flüchten sich unter den Rettungsschirm des Staates und Verlangen nun die Sozialisierung ihrer Verluste, mit dem dezenten Hinweis, dass ansonsten die anständigen Bürger und Kleinsparer Ihr Geld verlieren - schlimmer geht`s nimmer. Das ist schon fast Erpressung - und umgekehrt für die Staaten für den Stammtisch Unterstützung einer kriminellen Vereinigung (ist natürlich nicht die Meinung des Sternenhimmelstuermers, sondern ein Zitat der Stammtischreden, von denen sich der Sternenhimmelstuermer distanziert :-)).

2. Regel: Die Bank gewinnt immer

Das ist nicht zynisch gemeint, aber die Banken sind von Ihren Grundfunktionen her ziemlich krisensicher. Das Agieren sämtlicher Banken dieser Welt zeigt jedoch, dass dem so nicht ist, weil Sie den hergebrachten Weg eigenständig verließen. Scheinbar scheint es nötig, den Aufgabenbereich einer Bank gesetzlich festzulegen. Ein Waffenproduzent darf ja auch nicht plötzlich Brötchen auf der Straße verkaufen (Victor von Bülow, Loriot mit seinem Sketch: Marzipanherstellung von Panzerherstellern mal ausgenommen).

Wegfallen würde dann die Spekulation mit Geld der Kleinsparer im eigenen Auftrag. Die Banken hätten ähnlich wie in Deutschland eine Bietergruppe aufbauen müssen, um anderen Interessenten die Griechenlandanleihen anzubieten. Wieso durften die Banken Ihr eigenes Geld bis hin zu ihren eigenen Ruin unbegrenzt in griechische Staatspapiere anlegen? Weil Sie dachten, dass ein Staat nie Pleite gehen könnte und Mergen bis 20 % und mehr allen Verstand ausschalten ließen.

Und was sollen die ehrlichen Banken dazu sagen, die anständig agierten? Das ist ein wenig Wettbewerbsverzerrung und wäre keine Krise, so müssten die Wettbewerbshüter eingreifen und die Staaten, die diese bösen Banken unterstützen, mit horrenden Strafgeldern überziehen. Ein ganzes Rechtssystem geht gerade vor die Hunde.

Hätten die Banken die Papiere angepriesen, Provisionen für den Verkauf aqueriert, dann würden wir uns immer noch über Moral streiten, aber die Banken wären Funktionsfähigkeit und könnten ihren Grundfunktionen nachgehen. Als Schmiermittel für die Wirtschaft Geschäftsleuten Kredite geben, damit der Geldfluss funktioniert und durch die Steuereinnahmen ein Gegenwert für den Geldwert geschaffen wird. Weg von den Phantasien und hin zur Realität - zum Wohle aller Menschen! Ein prima Übergang zum nächsten Kapitel.

Die Börse

Im letzten Jahrhundert sagten die Menschen: Aktien sind eine langfristige Anlage. Ziel ist die Rendite und Mitbestimmungsrechte - nach allen Krisen kommt der Sternenhimmelstuermer zum Schluss: Das ist eine Lüge, das Prinzip funktionierte nie.

Was bei uns als schwarzer Freitag in die Geschichte eingeht, aber in der amerikanischen Welt eher ein schwarzer Donnerstag war, ist auf ein System zurückzuführen, dass undurchsichtig und ein unseriöses Pilotenspiel (Schneeballsystem) mit der Fantasie ist.

Die erste Hälfte des Aktienspiels ist durchaus nachvollziehbar: Ein Unternehmen braucht Geld, gibt in Form von Aktien im Nominalwert Wertpapiere heraus, die je nach Entwicklung hohe oder niedrige Rendite bringen. Das ist doch nett und O.K.?

Danach geht es aber los. Der Wert der Aktie hat mit der Firma auf einmal nichts mehr zu tun, gehandelt werden Fantasien oder Ängste über die Zukunft. Das ist dem Sternenhimmelstuermer vom Tarot her bekannt - warum ist er dann arm und die teilweise reich:-) An der Seriosität kann es nicht liegen - die ist beim Sternenhimmelstuermer weitaus größer...

Wie dem auch sei, wie kann es sein, dass die Aktien nicht den Wert der Firma widerspiegeln. Eine Firma kann in einer Krise gute Umsätze haben, wird aber in den Strudel mitgerissen, wenn im Umfeld es den anderen Firmen schlecht geht. Gruppenhaftung für Probleme anderer. Der Gegenwert der Aktie ist immer noch die Firma. Deren Wert wird durch Bilanzen ermittelt. Da wo keine Fantasie hingehört - wird es unseriös.

Umgekehrt führt bei Fantasie ohne Background (New Market-Blase) der Ausblick auf eine rosige Zukunft zu unberechtigten Investitionen. Der Glaube an die Zukunft. Das ist nicht besser als der Ablasshandel, wo das Prinzip Money for nothing auch zu einer systemrelevanten Krise führte. Aus der Scharlatanerie zogen eine Menge Menschen Profit. Am meisten die, die rechtzeitig im Schneeballsystem vorne standen und das Geld der dummen Menschen, die auf den Zug sprangen, abkassierten. Merke: Börse ist ein Nullsummenspiel. Die Verluste der anderen sind Dein Gewinn. Überall wird das Schneeballsystem strafrechtlich verfolgt, nur im elitären Club der Börse wurde dieses Prinzip ein Credo.

Statt dem Börsenunwesen Grenzen zu setzen sind es heutzutage mathematische Algorithmen von Computern, die in Bruchteilen von Sekunden über den Kauf oder Verkauf von Aktien entscheiden. Brauchte es noch einen letzten Beweis, dass der Wert oder Handel mit einer Aktie überhaupt noch etwas mit Wirtschaft und Bilanzen zu tun hat, so dürfte auch dieser Glaube zerstört sein. Im Gegenteil, im Computerhandel bekommen die Algorhitmenplaner noch Millisekunden Vorsprung - dabei werden wohlgemerkt keine Bilanzen abgeprüft, nur Geldbewegungen. Eine der letzten großen Kurseinbrüche haben wir einem falschen Algorithmus zu verdanken. Vom kleinen Anleger hingegen wird verlangt, er solle sich informieren und Aktien seien ein langfristiges Geschäft. Hm, kennen Sie nur einen Gewinner?

Leider entsprach der gesamte Handel an der Börse nie den o. a. Grundwerten. Die Fantasien der Börsianer sind aber mächtig genug, um eine ganze Weltwirtschaft binnen weniger Minuten den Bach heruntergehen zu lassen. Daher hier auch die Forderung des Sternenhimmelstuermers, die auch die umfassendste sein dürfte:

Reform der Börse bis hin zur Grundsubstanz mit Änderungen oder Abschaffung der Börse per se als misslungenes Experiment und nur noch als Relikt in den Geschichtsbüchern auffindbar. Ja, dem Sternenhimmelstuermer ist auch eine Tobin-Steuer nicht genug, obwohl ein wenig Bluten der Reichen ein angemessener Schritt in die richtige Richtung wäre.

Hier der Minimalvorschlag für das Weiterexistieren einer gemäßigten und entschärften Börse:

Firmen dürfen weiterhin Aktien auf den Markt bringen. Der Handel damit ist weiterhin erlaubt. Gesetzliche Einschränkung: Der Wert einer Aktie an der Börse wird an der "Untergrenze" Wert des Unternehmens bestimmt. Die Bestimmung orientiert sich also am Umsatz eines Unternehmens und wird alle drei Monate in Form von Bilanzen veröffentlicht.  Dazu einen Spielraum von 5 - 10 Prozent. Werden 5 Prozent unter Wert des Unternehmens erreicht, so wird eine Aktionärsversammlung mit Krisenintervention fällig. Bei 10 % unter realen Wert des Unternehmens werden die Aktien in Besitzanteile umgewandelt bzw. die Aktionäre ausbezahlt. Die ehemaligen Aktionäre haben die Besitzanteile die Aktien auf eigenes Risiko. Sie handeln nun auf ihr eigenes Risiko. Der Wert wird aus der Börse herausgenommen, kann aber bei gesunden der Firma wieder aufgenommen werden. Nach oben hingegen gibt es keine Grenzen. Der Käufer weiß anhand des Wertes des Unternehmens aber, wie weit die Aktie in den Keller gehen kann.

Ja, dieses Konzept ist noch nicht der Weisheit letzter Schluss, aber innerhalb einer kurzen Abhandlung ist erstmal nicht mehr drin.

Das Buchgeld

Schulden/Spareinlagen (Buchgeld) sind bis zu einem gewissen Grad gut, nicht aber, wenn Sie dauerhaft ohne Äquivalent aus dem Verkehr gezogen werden.

Um dieses Kapitel zu begreifen, müssen wir wieder den Pfad des Geldes ein wenig genauer unter die Lupe nehmen. Ein Geldstück an sich ist ja nur ein neutrales Tauschmittel. Auf den ersten Blick ganz einfach zu verstehen: Sie arbeiten acht Stunden. Bekommen dafür Geld (ein festgelegtes Gehalt). Dafür kaufen Sie sich ein Verbrauchsgut. Der Katalysator ist der Geldschein. Der Verkäufer legt das Geld nun bei einer Bank an. Die Bank zahlt z. B. die Zinsen für eines anderen Sparers. So könnte man sagen, dass ein Geldschein ein paar Millionen Wert ist, bis er irgendwann aus dem Verkehr gezogen wird. Für Sie ist er freilich nur einmal sein Geld Wert - nämlich als Äquivalent für z. B. Arbeit und Kauf eines Verbrauchsgutes. Das ist ein Nullsummenspiel. Das Geld befindet sich also im Umlauf und es gibt viele schöne Formeln, wie man die Umlaufsgeschwindigkeit berechnen kann. Das wird dann bei z. B. einer Inflation oder Deflation interessant, aber so tief muss man nicht in die Materie einsteigen.

Für uns interessant ist nur, das der Geldschein einen befristeten Aufenthalt hat und zu einem bestimmten Zeitpunkt 8 Stunden eben einem Verbrauchsgut entsprachen. Untreu, wie Geldscheine nun mal so sind, machen Sie viele Wechsel.

Der Wert eines Geldscheines ist jetzt egal, es gibt aber auch Geschäfte, bei denen das Geld als kleines Erbe einen Buchwert hinterlässt, der ein eigenes Leben führt. Bei dem o. a. Geschäftsvorfällen kamen Banken ins Spiel. Ein Sparer legt also z. B. 100,- Euro an. Das Geld verzinst sich munter und unser 100,- € schein ging unbedarft eine Verpflichtung ein - irgendwann muss er oder sein Kollege einspringen, um 100,- € zurückzuzahlen. Neben wir an, eine Putzfrau legt 100,- € an, arbeitete acht Stunden dafür und holt sich das Geld 10 Jahre später ab. Dann entspricht der Urhunderter vor 10 Jahren ihrer 8 Stunden Arbeit vor 10 Jahren. Sie sehen in diesem Beispiel: Welche Sau interessiert sich eigentlich dafür, dass da vor 10 Jahren von der Putzfrau Mustermann acht Stunden gearbeitet wurde? Die Verpflichtung zur Auszahlung unseres alten Scheines oder eines Pendants besteht dennoch - es kommt also zu zeitlichen Verzerrungen, so dass viel Geld auf einmal im Umlauf ist. Das Geld zu diesem Zeitpunkt muss aber irgendwie auch gedeckt sein - d. h. das Staat und Wirtschaft einen Gegenwert besitzen müssen. Ansonsten steht das Geld, dass benötigt wird nicht zur Auszahlung bereit.

Buchgeld ist also zum größten Teil der illegitime Nachfahre eines Geldscheins, der selbständig neue Geschäfte eingehen kann und sich auf den Geldschein beruft, der verpflichtet ist, als Gegenwert irgendwann einmal vorbeizukommen und den Buchwert zu löschen.

Vielleicht eine kleine Fabel, um die Falle besser zu stehen (es stellte sich heraus, dass diese Geschichte in abgewandelter Form bereits existierte , sehen Sie bitte dazu auch den u. a. Nachtrag) :

Ein Bauer hat ein Schwein und möchte dafür andere Produkte. Jetzt kommt er auf die Idee "Geld (Schuldscheine) " zu drucken. Der Gegenwert ist das Schwein. Das Modell wird ein Erfolg, die anderen Menschen reißen sich um die Schuldscheine, da Sie ein praktisches Format haben und man prima die Schuldscheine weitergeben kann. Es entsteht ein Schweinesystem. Das geht auch ein paar Jahre gut, aber irgendwann ist die Sau aus dem schlachtfähigen Alter heraus, weil der Bauer Veganer ist, dem Schweinchen einen Namen gab und gar nicht mehr daran denkt, es zu schlachten. Das lustige daran ist, das noch hunderte von Geschäften mit den Schuldscheinen abgeschlossen werden können (die Sau kann schon längst gestorben sein). Aber irgendwann kommt ein wenig cleverer Mensch auf die Idee nachzufragen, was deckt denn eigentlich den Schuldschein? Das System bricht zusammen, obwohl alle lange Zeit ohne einen Gegenwert die Schuldscheine des Bauerns benutzten! Daran sehen Sie auch, dass Geld, obwohl es für seine Funktion als Tauschwert keiner Deckung bedarf, immer einen Gegenwert haben muss. Dieser kann in Form von Arbeitsstunden, Verbrauchsgütern oder Produktionsgütern....vorliegen.

Buchgeld wird also nach einem Zeitraum wie eine verderbliche Ware "schlecht", wenn es keinen solchen Gegenwert besitzt. Die EZB ist der Bauer, der Staat , Bürger...das Bruttoinlandsprodukt das Schwein. Floriert die Wirtschaft, sprudeln die Steuern (materielles Geld im Gegensatz zum Buchgeld - das ein Gegenwert zum Buchgeld darstellt - erinnern Sie sich an die Reise des Geldscheins?), es sind Gegenwerte ohne Ende da.

Das Buchgeld führt im Gegensatz ein unseliges Eigenleben. Es wird in einer globalen Welt über Nationalstaatsgrenzen hinaus verschoben, im Aktienmarkt (meistens Buchgeld) angelegt...Es ist nicht immer nachvollziehbar, wo es herkommt. Nun kommt eine Wirtschaftskrise in einem Land und auf einmal wollen viel Anleger das Geld in richtiges Geld konvertieren - das sich nicht im Umlauf befindet - das verschärft die Krise. Der Staat und die Wirtschaft haben keine Gegenwerte mehr da - Pech gehabt!

Mal ein ganz heikler Punkt: Für die Riesterrente wird Geld angespart: Milliardenbeträge. Alles Buchgeld. Wie wird die Wirtschaft bei unserer Alterspyramide aussehen? Die Menschen bekommen Ihr Geld zurück, aber - um es wieder bildlich auszudrücken -ist die Sau im Schweinesystem nun schlachtreif oder über das Alter hinweg und die Schuldscheine sind nichts mehr Wert? Wird der Gegenwert noch von einer florierenden Wirtschaft gestützt da sein? Im alten System wurden die Rentenkassen geplündert und die Rente von den laufenden Ausgaben gedeckt. Das war - so komisch es sich jetzt anhört - gut und richtig. Es wurde sich am realen Gegenwert orientiert. Das fällt jetzt weg - viel Spaß beim Ausgang des Experimentes.

Eine kleine Variante unseres Beispiels mit dem Bauern und dem Schwein: Das Schwein und eine Sau jungten in ihrer besten Zeit. Nun müssen die Ferkel für den Schuldschein der Eltern haften und werden statt Mutterschwein und Vaterschwein geschlachtet. Kleines Problem dabei: Der Bauer gab, als die Ferkel Jungschweine wurden, bereits wieder neue Schuldscheine - diesmal für die Jungschweine - heraus. Auf den Jungferkeln lastet also die Bringschuld den Fleischbedarf für die ältere Generation mitzubringen - und das obwohl die älteren Schuldscheine genau so eine Berechtigung haben wie die neuen. Das Problem wird also verschoben und nicht gelöst. Denn ursprünglich sollte das Sparen mit dem eigenen Buchgeld das Alter absichern! So doof das jetzt klingt. Die Rechnung geht auf diesem Wege auch nicht auf!

Die Geschichte kann man jetzt in Variationen für verschiedene Entwicklungen erzählen - nehmen wir mal einen ganzen Schweinestall. Sind viele Nachkommen da und der Bauer ist halbwegs ehrlich, dann setzt er eben die Jungschweine für die Deckung des Fleischbedarfes der Menschen ein, die sich im Glauben auf den ewigen Wert des Buchgeldes es für ihren verdienten Ruhestand zurücklegten. Leider brach dann zwischenzeitlich die Schweinegrippe aus und die Hälfte des Jungschweinbedarfs verreckte. Da war dann kein Äquivalent mehr da für die Schuldscheine der alten Schweine - Pech gehabt!

Die Grundaussage dieses Kapitels war es, das begrenzte Schulden und Sparen gut sei. Das stimmt!

Ein Kredit auf Raten z. B. ist gutes Buchgeld, weil jeden Monat durch ein Äquivalent des aktuellen Marktwertes eingetauscht wird. Die Putzfrau arbeitet 8 Stunden und zahlt damit jeden Monat mit 100,- € Ihren Kredit von 1000,- € zurück. Unser Geldschein muss also immer wieder seiner Verpflichtung, die er der Bank gegeben hat, nachkommen und "vernichtet" das Buchgeld, das er einst erschuf. Die Schulden werden Monat zu Monat abgearbeitet. Der Handel wird also in einem überschaubaren Zeitraum durchgeführt.
Das Schwein wird zu Lebzeiten geschlachtet und die Bank/ Putzfrau kann sicher sein, dass Sie ihren Fleischbedarf erhält...

Ähnlich ist das auch beim Handeln mit Bundesemissionen. Zeitlich begrenzt. Dazu kommen Zinsen. Erst, wenn die alten Kredite immer wieder durch neue gedeckt werden müssen, wird es problematisch.

Beim Sparen - z. B. für ein Haus, ist das umgekehrt auch nicht problematisch, da dann das Buchgeld mit einem Mal in ein Haus angelegt wird. Das Buchgeld kann in diesem Fall eine Immobilie als Gegenwert haben. Freilich entstand das Buchgeld für das Haus durch zehntausende Geldscheine, die eine Verpflichtung eingingen, aber nun mit einem Mal der Verpflichtung zur Rückkehr entbunden wären. Würden alle Sparer diesen Weg gehen, dann hätte auch dieser Weg auf die Dauer Krisenpotential. Aber die meisten Häuser werden durch Kredite gekauft und dieses negative Buchgeld wird monatlich abgetragen - und das ist wieder genial - denn das Buchgeld wird zeitnah, gedeckt durch die reale Wirtschaft abgetragen. Die 8 Stunden der Putzfrau Mustermann gehen also an die Bank und Buchgeld ist gebunden. Anders bei der Riesterrente - hier wird ein Teil des Geldes für das sogenannte Bausparen angelegt, womit in der Tat ein Teil des Buchgeldes mit einem Schlag ausgeglichen würde.

Bei der US-Immobilienkrise war jede Menge Buchgeld gebunden. Das wäre auch schön, aber man konnte dort gut sehen, was passiert, wenn keine realen monatlichen Rückzahlungen zur Tilgung des Buchgeldes eingingen, weil die Wirtschaft und das Geld -  der Gegenwert der Schuldner - nicht vorhanden war: Das ungedeckte Buchgeld war Auslöser einer der größten Weltwirtschaftskrisen des neuen Jahrhunderts.

Es ist auch nicht das Buchgeld per se, gegen das hier gewettert wird!

Nur gegen die Anomalien:

1. Weil schon angeschnitten: Die Riesterrente. Nachtrag 23.10.2011: Im globalen "Schweinesystem" ist eventuell auf Grund der umgekehrten Alterspyramide also vielleicht kein Gegenwert in "Jungschweinen" da.

Ähnlich wie bei der Börse gibt es aber auch ein quasi Schneeballsystem. Leute zahlen in zeitlichen Abständen Geld ein, die ersten werden durch die Nachfolgenden Werte beim Erreichen der Rente gedeckt und ausgezahlt. Dann kommen die nächsten nach - nur leider ist die Alterspyramide verkehrt herum - also das dümmste Schneeballsystem der Welt!

Putzfrau Mustermann will also ihre Stunde Arbeit aus dem letzten Jahrhundert nun in klingender Münze ausbezahlt haben - mit einer Verpflichtung für einen Geldschein die Schuld zu löschen, die ein alter Geldschein leichtfertig einging.

Übrigens vermehrte sich das Buchgeld inzwischen weiter, da die Banken es hoffentlich nicht in Sauereien investierten, was nebenbei neues Buchgeld schafft.

Also werden die Zinsen auch aus Zeiten des Wirtschaftswachstums als weitere Bringschuld addiert. Das ist der Putzfrau zu gönnen, aber verschärft die Krise, da nun mehr Geld zur Deckung gebraucht wird... Bei der Formel  =ZW(3%;1;0;-40;1) in Excel, also 1,- € bei 3% Zinsen wären in 40 Jahren das  3,26 € mit Zinseszins ausgezahlt.

Wer mal seine Riesterrente durchrechnen will, der schaue die Formel aus dieser Seite, die die laufenden Einzahlungen eines festen monatlichen Betrages in Excel berechnet. Die wollen erstmal gedeckt sein.

Da wir nun aber in der komfortablen Lage sind, ein einig Europa zu haben, ist das zynisch gesehen halb so wild! Die jungen Griechen werden sich dann mit Freude im Jahr 2037 an diesen Artikel erinnern - irgendwo da geht der Sternenhimmelstuermer in Rente. Dann werden die jungen Griechen nebst eigener Schulden auch die Altersversorgung der deutschen Riesterrente decken müssen - also doch der Ruf, Griechen wir Deutschen brauchen euch? Ne, erstens beteiligt sich der Sternenhimmelstuermer, der an der Armutsgrenze lebt, nicht am Riesterrentenspiel - und das wird so bleiben - und dann werden sich die anderen wohlhabenden Staaten mal irgendwann über dieses Problem Gedanken machen - was meinen Sie, wie lange es dauert, bis die dann vergessen haben, dass Deutschland mal Haupteinzahler in den EU-Topf war?

Merke Politik ist die Lösung der aktuellen Probleme. Der Wert eines Geldscheines ist immer der des aktuellen Gegenwertes der Wirtschaft. Die Vergangenheitsbewältigung kommt in Form einer Krise und die Zukunft ist wie
beim Tarotkartenlegen in längeren Zeiträumen Spekulation (kann ja mal eine Sintflut im Schweinestall kommen, was natürlich in einem "Fischsystem" eine erfolgreiche Spekulation wäre). Psychologen und Esoteriker fühlen sich bei Begriffen wie Vergangenheitsbewältigung wohl - der Normalbürger hingegen wird zum Patienten degradiert, der sein Schicksal ertragen muss und den Politikern vertrauen müssen, die nicht nur mit Worten, sondern auch taten die Fehler der Vergangenheit berichtigen müssen.

2. Buchgelder der Börsen. Klar, nach einem Schneeballsystem kommt immer frisches Geld dazu und stellt "virtuelles Buchgeld" dar. Das wird nun in tausenden Transaktionen verschoben. Und das global. Wo die Gegenwerte sind, weiß niemand, aber wie beim toten Schwein in unserer Geschichte ist das auch nicht interessant - Was zählt ist die Fantasie!

So lange die Staaten die entsprechenden Gegenwerte besitzen, klappt das auch ganz gut. Kommt aber eine Wirtschaftskrise oder der Staat ist zahlungsunfähig wie Griechenland, dann ist nichts mehr mit Gegenwert. Das Buchgeld wird nichts mehr Wert. Der reale Gegenwert der Aktie kann das Buchgeld auch nicht mehr auffangen. Sie erinnern sich? Aktien werden rein spekulativ ohne wirklichen Bezug gehandelt - je nach Fantasie der Aktionäre. Das kritisierte der Sternenhimmelstuermer im vorherigen Kapitel. Gäbe es einen direkten Gegenwert ohne den Fantasieanteil: eine ziemlich sichere Sache...Die Firma wäre der Gegenwert der Aktie - alles kein Problem.

3. Überschuldung der Staaten: siehe Griechenland, um das Schuldenbuchgeld zu tilgen, werden unverschämte Kredite von Banken gegeben. Aber wo ist da ein laufender Gegenwert im Staate Griechenland? Geld ohne Gegenwert ist ziemlich hirnlos...

4. Exorbitante Überschüsse von Staaten, Fondgesellschaften...Beispiel China, Hauptbesitzer der USA. Die pumpen Geld rein, dass Sie gehortet haben. Die USA bedient damit Schulden. Sie zahlt damit für Importe - natürlich auch aus China. Ein Teil des Geldes wird also gewaschen. Eine Deckung der Werte durch die eigene Leitwährung, dem Dollar, besteht schon lange nicht mehr. Durch die Wirtschaft? negativ. Es wird also, um bei dem unschönen Bild zu bleiben, in einen Schweinestall investiert, der den kleinen Fehler hat, das darin keine Schweine mehr sind, weil die an Altersschwäche gestorben sind oder bereits geschlachtet wurden.


Fazit

Es müsste gravierende Reformen in den USA geben (Steuererhöhungen und Beginn von Umverteilung wäre ein schöner Anfang).

Aber die Geschichte zeigt für die USA einen anderen Weg auf: Der schwarze Donnerstag/Freitag. Wenn es für die USA eng wird. dann wird alles genullt, zu Lasten des Mittelstandes und kleinen Mannes, dessen Kinder nun kein College mehr besuchen können...

Um es kurz zu machen. Ein ausgeglichener Haushalt - das magische Viereck - sollte Leitbild sein. So viel Schuldscheine, wie Schweine im Stall. Wie bei der Buchführung: "Just in Time". Das ist das Geheimnis des Geldes. Nicht zu große Mengen Buchgeld, sondern mehr Geld im Umlauf. Der Staat als Verteilungsinstrument und zur zwangsweisen Reduzierung des Buchgeldes. Hat jemand Millionen gescheffelt und die liegen als Buchgeld faul herum, so besteuert der Staat das Geld und bringt es wieder in den Umlauf. Das ist Sozialismus? Nein, die römischen Landreformen,..., immer war es ein Gesetz: Alles im Besitz von wenigen ist für die Masse schlecht! Buchgeld füllt nicht die Mägen der Menschen.

Der Geldfluss müsste weltweit reguliert werden. Nur so viel Schuldscheine wie Säue im Stall!

Im Fernsehfilm Fight Club wird ein Anschlag auf die Zentrale des Geldes verübt, um die Konten zu nullen und wieder von vorn anzufangen. In Griechenland wird wahrscheinlich ein Schuldenschnitt gemacht und in den USA gehen die Menschen auf die Straße, da dass globale Buchgeld in den Händen von wenigen ist. Auch dieses Geld braucht einen Gegenwert, der nicht vorhanden ist. Die Zeichen stehen auf eine Nullstellung des Geldes - ohne Bomben, sondern durch eine Inflation. Erkennt die Zeichen und denkt um - es ist noch nicht zu spät!

So, nachdem die Politik nun hoffentlich inspiriert, die Banken und Börsen vielleicht an die Kette gelegt werden, kann der Sternenhimmelstuermer sich wieder seiner Tippseite widmen. Diese Abhandlung wird noch ein wenig überarbeitet. So entstehen hoffentlich dann immer mehr Fackellichter im Internet, die, wenn genügend Brennmaterial hinzu kommt, die Grundlage für ein hoffentlich kontrolliertes Feuer sind.


18.10.2011 Das Hebelgesetz

Die Bundesregierung bedient sich nun also der elementaren Physik, um den Schuldenberg abzutragen. Das Ganze nennt sich dann Hebelgesetz: Die Bundesregierung pumpt wenig Geld nach Griechenland, aber die griechischen Schulden können nun um ein vielfaches höher werden - eine geniale Erfindung. Das steht zwar im Gegensatz zum Schuldenschnitt, der die Schulden verringern sollte, aber egal: Paul Wazlawick wird mit seiner These aus dem Buch "Anleitung zum Unglücklich sein" bestätigt. Übertragen auf Griechenland wäre das dann die Aussage: "Werfe noch mehr Geld in ein ineffizientes System nach, damit das dann auch verbrennen kann".

Feuer mit Feuer bekämpfen und übrig bleibt verbranntes Land. Und die Griechen? Sie werden alte Schulden der Banken abtragen, die nun systematisch an gierig-dumme Leute weiterverteilt werden. Die griechische Verwaltung ist immer noch dieselbe.

Oder die Banken tauschen faule Kredite gegen die neuen Kredite - das wäre vielleicht ja besser als ein  Schuldenschnitt? Verliere lieber 70 % fauler Kredite  als die unbekannte Variable S (Schuldenschnitt). Zahlen tut der naive Bürger und das sieht dann sauber aus und die Banken sind indirekt zu 100 % subventioniert (im Sinne von Transaktion: Geld des Staates an Bank). Schuld haben die Maßlosen Griechen - und die Bank(en) gewinn/t(en) immer.

Die Bundesregierung spielt scheinbar zugunsten der Banken auf Zeit - das könnte man auch böswillig mit dem schönen Titel Insolvenzverschleppung umschreiben...aber der Sternenhimmelstuermer ist ja im allgemeinen nicht böswillig...

Steuereinnahmen? Die Prüfer aus Europa sind in ihren der Politik zu liebe geschönten (?) Gutachten immer noch pessimistisch.

Die Opposition indessen brennt darauf an den Maßnahmen beteiligt zu werden - das ist unklug. Wie wäre es mal mit ein wenig Opposition? Sorry, wenn die Mehrheit der Deutschen nicht für eine Griechenlandhilfe ist, mit welchem Recht wird dann der Kurs "keine Alternative" durchgeführt? Eine Regierung, die ohne Rückendeckung des Wählers handelt, verliert ihre Legitimität. Die Sternenhimmelstuermerhomepage bezieht klare Stellung: Findet Alternativen - zum wohle aller Menschen!



22.10.2011 Griechenland: Wenn die Ratten das sinkende Schiff verlassen oder die unschönen Folgen einer Insolvenzverschleppung

Gemeint sind hier die griechischen Reichen, die Ihr Geld scheinbar mit einer fragwürdigen Moral versteuerten und nun das Geld in der Schweiz, Bulgarien oder als Immobilien anlegen...Erinnern Sie sich ? Geld braucht einen Gegenwert. Also werden jetzt Gelder in andere Staaten verschoben, wo lustiger weise teilweise (Schweiz) eigentlich auch kein wirklicher Gegenwert vorhanden ist. Keine Sorge, kein reicher Grieche verliert auch nur einen Cent! Da liegen also hunderte von Milliarden, die irgendwo gedeckt sein müssten. Der Gegenwert ist die Arbeitsleistung/Wirtschaft der gesamten europäischen Union. Geht Griechenland Pleite, so ändert sich nicht viel - und gerade das ist das Problem. Die 8 Stunden Arbeit der Putzfrau Mustermann sind der Gegenwert für den Milliardär in Griechenland, die monatlich in Form von Zinsen ausgezahlt werden.

Es gibt den unschönen Begriff der Insolvenzverschleppung. Genau das passiert gerade in Griechenland. Banken und Reiche in Griechenland bringen ihr Schäflein ins trockene und Zeche wird vom Bürger in Europa getragen. Ein fieses Szenario - vielleicht aber schon die Realität?

Die Sternenhimmelstuermerseite bittet die Bundesregierung zu handeln: "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende". Was ist mit der Machtpolitikerin Bundeskanzlerin Merkel nur los? Die Mehrheit des Volkes steht nicht mehr hinter der Politik. Lösungen im kleinen Stil erhöhen die Qual aller Beteiligten. Am Ende bleibt zumindest der unschöne Vorwurf der Handlungsunfähigkeit.

Europa kann indes wohl ohne Griechenland weiterexistieren. Der Vorschlag, dass Griechenland "freiwillig" austrete steht schon längst im Raum und ging durch die freien Medien. Wäre Europa deshalb gescheitert? Nein, Europa muss aber weiterhin für Recht und Verträge und deren Gültigkeit stehen. Die griechische Regierung brach das unmittelbare Vertragsrecht mit ihrem unberechtigten gefälschten Bilanzen - wir wurden schlichtweg verar.... Das ist doch unbestritten?

Frankreichs Staatspräsident und Frau Merkel bräuchten doch nur einmal nach Griechenland fahren und den Griechen nahe zu legen, auszutreten. Das Ganze ohne gravierenden Gesichtsverlust. Dafür ein paar Milliarden Euro aus Solidarität. Dann mit dem Rest des Geldes, was gespart wird, die Banken gerettet. Gegen Aktienanteile - quasi eine indirekte Teilverstaatlichung - keine Sorge, nur bis zur Sperrminorität - damit der Staat ein wenig Einblick hat und Sauereien im Vorfeld verhindern kann. Das ist sogar in Deutschland im Grundgesetz verankert mit den Worten:

Art 14 
(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze
bestimmt.
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf
Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter
gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der
Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

Das Ganze wurde im Zusammenhang mit der HypoRealEstate doch durchexerziert? Die Banken sind systemrelevant, also insbesondere dem Allgemeinwohl verpflichtet. Dieser Verpflichtung kamen Sie nicht nach.

Sie sehen, die Sternenhimmelstuermerseite bewegt sich mit allen Punkten im gültigen Recht - einem Pfad, auf den sich die Politiker auch bewegen können, wenn Sie es nur wollen...

Die  Börsen wären zwar erstmal entsetzt, aber auf die Dauer ist der Ausblick auf ein starkes Europa doch eine positive Fantasie.

Griechenland muss nun für sein Handeln gerade stehen, aber dennoch kann man den Weg aus christlicher Nächstenliebe begleiten. Die Souveränität der Griechen bleibt erhalten. Länder mit einer schwachen Währung ziehen bekanntlich wieder Investoren an. Es sind Billiglohnländer. Und sobald Griechenland den Korruptionssumpf trocken gelegt hat und die Bilanzen ehrlich sind - ein Wiedereintritt ist möglich, dann aber mit hoffentlich funktionierenden Gesetzen und validen Prüfungskriterien....

Es ist die Frage, ob Frau Bundeskanzlerin Merkel als Retterin Resteuropas oder als Beginn des Siechtums von Europa in die Geschichtsbücher eingehen will. Die Mehrheit der Deutschen - und Europas - würden hinter Deutschland stehen. Das ist halt der Unterschied zwischen einer Vision oder Handlungsunfähigkeit! Die Entscheidung steht am Anfang und das Ende ist nicht gewiss - man wird aber nie herausbekommen, was passiert wäre, wenn man nicht einen Schritt in die andere Richtung macht.

Das ist zumindest die Gefühlslage des Sternenhimmelstuermers in Worte gefasst. Wie der geneigte Leser denkt, ist seine Entscheidung. Nicht alles hier ist Gold, aber Alternativen sind wichtig. Meinungsmonopole hingegen sind der Weg zur Diktatur.

24.10.2011

Zahlenspiele

Da wurden heute im ZDF nebenbei zahlen genannt, die weitaus höher sind, als die, auf die der Sternenhimmelstuermer Bezug nahm. Für sich selbst ein Eintrag in das öffentliche Logbuch: 100 Milliarden Rücklage sollen die Banken als Rücklage zurücklegen, bis 2020 soll Griechenland 250 Milliarden Geld erhalten, Frankreich ist mit 40 Milliarden Gläubiger von Griechenland, Deutschland mit 15 Milliarden, England mit 9 Milliarden und Portugal mit 7 Milliarden Gläubiger (Quelle: ZDF - Heute - 24.10.2011).
Das nach einem langen Arbeitstag in wenigen Minuten - eine wahre Informationsflut.

Der Kurs der Bundesregierung ist ungebrochen und die Opposition wird an Bord des Schiffes geholt. Da bleibt nur zu hoffen, dass das Schiff nicht an den Klippen zerschellt und die Mannschaft mit Mann und Maus ertrinkt. Der Sternenhimmelstuermer bleibt skeptisch, aber wünscht doch viel Glück in stürmischer See! Die Sternenhimmelstuermerseite ist zwar anderer Meinung und Bedenkenträger, aber wenn der Kurs nach reiflicher Überlegung so ist, dann wird der Sternenhimmelstuermer sich nun aus der Europaberichterstattung zurückziehen und nicht weiter den Brunnen vergiften, aus dem er auch trinkt. Die Artikel bleiben als Mahnung im Internet. Aber wie der Titel dieser Abhandlung sagte:" Geld allein macht nicht glücklich " und so wendet sich der Sternenhimmelstuermer in seinem pragmatischen Ansatz im Tippbereich wieder dem einzelnen Menschen zu... Gehört auch zur Demokratie, wurde eine Entscheidung für die Zukunft festgelegt und parlamentarisch abgesegnet, dann fügt sich die Minderheit.

Nachtrag 21.02.2012

Wie der Sternenhimmelstuermer es in einem Schuldnerforum von Wordpress nachvollziehen konnte, gab es bereits unabhängig von der Geschichte des "Schweinesystems" auf der Sternenhimmelstuermerseite eine Geschichte, die fast deckungsgleich mit Schuldscheinen ist.

Dem Sternenhimmelstuermer war dieses Dokument und Buch nicht bekannt, er bezweifelt auch nicht, dass es früher verfasst wurde. Da der Sternenhimmelstuermer teilweise die Überzeugung des Autors teilt, eine Empfehlung den angegeben Link zu einem PDF zu betätigen und den Inhalt durchzustöbern (Auszug aus einem Buch). Na ja, nicht alle Meinungen werden geteilt - deshalb ist der Sternenhimmelstuermer auch sicher, dass er dieses Buch nicht in den Händen hielt..

Da der Sternenhimmelstuermer durchaus Grundzüge der Schuldnerberatung in seiner Ausbildung kennenlernte, will er nicht ausschließen, dass er unbewußt die Geschichte als Anekdote eines Dozenten in Erinnerung behielt.

Der Sternenhimmelstuermer zitiert sehr viel, aber bei dem Umfang dieser Seite kann es immer wieder zu Mängeln kommen, da der Sternenhimmelstuermer manchmal ohne zu googlen längere Abhandlungen schreibt, welches man tunlichst unterlassen sollte  und der Sternenhimmelstuermer bittet deshalb seine Leser darum, ihn direkt auf solche Fehler hinzuweisen.