Hinweis:  Der  Artikel wurde am Ende um die Volkszählung von  2011 ergänzt am 18.07.2013 ergänzt!

Nach dem anfänglich eher lauen Frühling geht es jetzt hoffentlich in einen heißen Sommer und da stellt sich natürlich die Frage, ob jeder Topf seinen Deckel findet. Also recherchierte der Sternenhimmelstuermer, wieviele potentielle weibliche und männliche  Liebespartner im gebährfähigen Alter es denn so in Deutschland gibt: Die Tabelle wurde am 30.04.2012 unter www.gbe-bund.de erstellt und aufgearbeitet und folgend auszugsweise eingetragen:


Deutschland 15 bis unter 25 Jahre: m    
15 bis unter 25 Jahre: w    
25 bis unter 50 Jahre: m   
25 bis unter 50 Jahre: w
Baden-Württemberg  
647.185   
617.911   
1.920.831   
1.873.505
Bayern   
743.103   
710.018   
2.253.679   
2.200.926
Berlin   
182.765   
186.544  
694.877   
664.181
Brandenburg   
122.697   
110.183   
445.191  
411.031
Bremen   
38.561   
38.550   
119.092  
112.837
Hamburg  
95.012   
97.268  
368.428   
352.557
Hessen   
338.986  
328.998   
1.079.831   
1.065.052
Mecklenburg-Vorpommern  
85.322  
77.114   
291.678   
262.456
Niedersachsen   
469.087   
441.436  
1.355.362   
1.322.297
Nordrhein-Westfalen   
1.063.954  
1.018.577   
3.095.144  
3.051.460
Rheinland-Pfalz  
238.476  
228.638  
680.202  
666.852
Saarland   
58.239   
55.446   
169.237   
165.811
Sachsen   
202.501   
187.389   
727.964   
655.486
Sachsen-Anhalt  
117.638   
106.335   
403.248   
364.748
Schleswig-Holstein   
161.579   
153.369   
484.108   
474.543
Thüringen   
111.158   
102.346   
398.409   
354.273
Deutschland   
4.676.263  
4.460.122   
14.487.281   
13.998.015

Ein wenig visualisiert sieht die Verteilung der 15 - 50 Jahren alten Männer und Frauen so aus:

Frauen und Männer nach Bundesländern von 15 - 50 Jahre in einem Säulendiagramm


Wie Sie unschwer erkennen, ist überwiegend im Alterssegment von 25 - 50 Jahre ein Männerüberschuss (fast 1/2 Million!). Bei den unter 25 jährigen hingegen ist die Welt weitestgehend in Ordnung - so um die 215.000 Männer Überschuss sind dann wohl  als Einzelschicksale zu betrachten-:)

Spaß beiseite: Mit dem Hintergrund dieser Zahlen ist vielleicht ein wenig die Prostitution und Ehen von deutschen Männern mit z. B. Thailänderinnen eher zu verstehen. Der Sternenhimmelstuermer weiß, dass er sich hier hier in gefährliche Gewässer begibt, aber ohne diese Alternativen wären die Straftaten ein wenig höher und wahrscheinlich eine Reihe von Männern und Frauen unglücklicher. Frauenmangel ist ein gesellschaftliches Problem.

Ein historischer Rückblick zeigt, dass vom Wohl berühmtesten Fall: "dem Raub der Sabinerinnen", bis zur Verfilmung im Musical: "Eine Braut für sieben Brüder" dieses Thema immer wieder Einzug in die Literatur bzw. Kultur der Gesellschaften Einzug nahm - wir würden heute dazu Entführung, Zwangsehen und Menschenhandel sagen, was in vielen Fällen auch ein wenig auf Verallgemeinerungen und Vorurteilen gegen diese Zeiterscheinungen beruht, die scheinbar zufällig auch in dem letzten Jahrzehnt immer wieder thematisiert werden.

Galileo nahm das Thema Prostitution im Mittelalter im Rahmen der Verfilmung "die Rache der Wanderhure" auf. Dort wurde über das Prostitutionssystem in den Städten im Mittelalter berichtet. Grob gesagt gab es in jeder Stadt eine Gilde mit Kleiderordnung und bis zu den erlaubten Stellungen (aus christlich-kirchlicher Sicht) war alles geregelt. Kriminalprävention und Beteiligung von Einnahmen standen dabei im Vordergrund.

Übrigens nimmt dieses Thema mit vertauschten Rollen geschichtlich gesehen auch ein Stück religiöse Züge an: Die Mormonen machten aus der Not eine Tugend und erlaubten die Mehrfachehe - nicht als Zeichen der ach so chauvinistischen Gesellschaft, sondern dem Umstand geschuldet, dass es bei der Kolonialisierung in der USA einen Frauenüberschuss gab und man nach alternativen Lebensformen suchen musste, damit möglichst auch viele Frauen ein lustvolles und gesellschaftlich anerkanntes Intimleben führen konnten.

Das die Ehen mit Thailänderinnen in einem Zug mit Prostitution vom Sternenhimmelstuermer genannt wurden, war übrigens auch aus christlicher Sicht nicht haltbar - mea culpa.  Ehe ist  auch im BGB  immer noch das zustimmungsbedürftige Rechtsgeschäft zwischen zwei mündigen Menschen - und wer frei von Schuld, der werfe den ersten Stein  - oder halte seine Klappe.

Egal wie Sie ihr Lebensglück aufbauen, der Mensch ist ein soziales Wesen
und wenn wir anfangen Ehen nach guten und schlechten Ehen - zwischen reichen  und armen Menschen, Ehen verschiedener Nationalitäten, Schönen und Hässlichen, aufzuteilen und moralisch zu bewerten, dann ist das auch ein Stück mit den Ursünden Stolz, Hochmut und Neid verbunden.

Ach ja, wenn es Sie interessiert, wo die Deckelchen international gesucht werden, dann empfiehlt der Sternenhimmelstuermer diesen Link - bis hin zur Scheidungsstatitstik alles erfasst. Leider von 2004.


Der Sternenhimmelstuermer hörte gerade wieder, wie zwei Frauen sich über einen Mann echauffierten, der eine Thailänderin geheiratet hatte - hm, die eine war gerade geschieden und die andere leider keine Ahnung - der Sternenhimmelstuermer hörte nur Bruchstücke... Liebe und Lebensglück sind schwer zu definieren
. Ein gesundes soziales Umfeld ist eine bessere Grundlage als ein Leben im Elend.  Was zwischen  den Menschen abläuft, ist nicht immer sichtbar. Aber da ja auch bei Mischehen bekanntlich Kinder geboren werden, denkt der Sternenhimmelstuermer dass Gott  in der Segnung der Ehen keine Unterschiede macht und gerade Hüter der Moral aus christlichen Gefilden sich im Umgang mit ihren unchristlichen Wertvorstellungen in Wort und Tat versündigen.

Gottseidank haben die Kläger der Gesellschaft keine Richterlizenz - die Einführung der Todesstrafe wäre wohl dann nur noch eine Frage der Zeit... 
  
Wie dem auch sei - ein Männer oder Frauenüberschuss stellt immer ein gesellschaftliches Problem dar und ein Blick nach z. B. China, wo dank rigeroser Geburtenkontrolle ein gravierender Männerüberschuss entstand (weibliche Nachkommen wurden teilweise umgebracht, damit es männlichen Nachwuchs gab), ist somit eine Neuauflage des Raubs der Sabinerinnen nicht ausgeschlossen. Da gärt ein nicht zu unterschätzender sozialer Sprengstoff für die nächste Generation im Verborgenen.

Abgesehen von diesen eher provokanten Thesen wünscht dann der Sternenhimmelstuermer, dass jeder Topf seinen Deckel findet - was leider mathematisch auch ohne Berücksichtigung gleichgeschlechter Beziehungen, Mönchen, Nonnen oder... nie möglich sein wird, da es leider mehr Deckel als Töpfe - zumindest in Deutschland  gibt.

Ein etwas unchristlicher Gedanke für die atheistisch motivierten Leser: Dementsprechend sollte  die Kirche ruhig auch ein wenig die Promuskuität von Frauen predigen. Angesichts des Männerüberschusses  vielleicht kein schlechter Gedanke - oder so gesehen: eine Frau, die sich durch  häufigen Partnerwechsel  auffällt, sollte eher mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden, als von  einer heuchlerischen Gesellschaft entgegen wider besseren Wissens als Schlampe tituliert zu werden.
Das Bild  des mänlichen  Frauenhelden hingegen, der von der Männerwelt bewundert wird, widerspricht hingegen jeder Logik. Und mit diesen hochtrabenden Gedanken zur Emanzipation endet dann auch dieser Artikel. 





Update 18.07.2013

Der Autor beschäftigt sich gerade mit der Auswertung der Volkszählung von 2011,  wodurch als  angenehmer  Nebeneffekt der nach der Wahrheit suchende Leser  im Bereich  Geschlechterverteilung  profitiert.

Sie können die Angaben bei der öffentlich vorliegenden Datenbank der Volkszählung nachvollziehen. Erstaunlicher Weise wird bei der Standardauswertung auf die Geschlechterverteilung nach Altersstufen kaum eingegangen - ein Fehler, da das Lebensglück der Menschen auch ein wenig von der vorliegenden Gleichverteilung der Geschlechter abhängt, so weit diese im homosexuellen oder heterosexuellen die Partnerwahl vereinfacht.

Basisdaten in Deutschland:

Fangen wir mal mit der Auswertung aus männlicher Sicht mit Deutschland als Insel der Glückseeligkeit mit weiblicher Überpopulation an, wenn man in der ersten Spalte verharrt und 39.153.540 Männer  41.066.140 Frauen gegenüberstehen:

  
            
Alter
Insgesamt
Unter 18 18 - 29 30 - 49 50 - 64 65 und älter
männlich
39.153.540 6.734.720 5.791.250 11.518.180 8.084.790 7.024.600
weiblich
41.066.140 6.403.860
5.600.440 11.320.700 8.248.290 9.492.850
Bei den ausgewiesenen Ergebnissen sind nicht berücksichtigt: im Ausland tätige Angehörige der Bundeswehr, der Polizeibehörden und des Auswärtigen Dienstes sowie ihre dort ansässigen Familien. Ausnahme bilden die Ergebnisse der regionalen Einheit „Deutschland“.                       
Für Gemeinden bzw. regionale Einheiten mit mind. 10 000 Einwohnern basieren die ausgewiesenen Ergebnisse auf der Hochrechnung von Stichprobenergebnissen ergänzt um die Auszählung der, als Vollerhebung durchgeführten, Befragung in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften. Wobei die Auszählungsteile aus Vollerhebungen zuvor stets dem im Zensus angewandten Geheimhaltungsverfahren unterzogen wurden. Zur Vermeidung der Vermittlung einer „Scheingenauigkeit“ wurden die Ergebnisse vor Veröffentlichung auf volle zehn Personen gerundet.                       
© Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2013                       
Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet.    

Der Aufbau der Tabelle wurde vom Autor abgeändert und gekürzt, der Inhalt entspricht weiterhin dem Original..                  



Auf den zweiten Blick dürfte jeder Mann es erkannt haben - die Lage sieht im sexuell aktiven Alter aus männlicher Sicht doch nicht so rosig aus. Grafisch sieht dann das so aus:

Volkszählung: Geschlechterverteilung in der deutschen Bevölkerung

Tja, für Männer über 65 gibt es dann - wenn man statistisch gesehen nicht zu den halb bis ganz Toten laut Lebenserwartung zählt ..und nicht gerade die zwei Jahre bis zur Rente lieber sich doch lieber der Arbeit widmet - einen gehörigen Weiberüberschuss....von fast 2 1/2 Millionen...

Für die sexuell aktiven unter 18 Jahren sieht die Männerwelt dann nicht mehr ganz so rosig aus - es sei denn man entscheidet sich für die Homosexualität.
Nur Mut, 330.860 Männer auf ganz Deutschland verteilt reicht noch nicht als Begründung in andere Länder einzumarschieren und dort die Frauen zu kidnappen..., aber wenn man bedenkt, dass die obere männliche Gruppe von 18 - 29 da schon wildert, dann kann das in Zukunft  noch enger werden.

Dieses gilt auch für alle anderen Gruppen, da Männer im Durchschnitt auf jüngere Frauen stehen (im Schnitt sind Männer 3-5 Jahre älter in einer Beziehung). Das mag für die jeweils älteren Frauen in einer Gruppe vorteilhaft sein, verengt aber den Spielraum für die jüngeren Männer, die sich vielleicht in Zuknft noch mehr an den älteren Frauen orientieren werden, also ist der knackige 18 -jährige für die frustierte 40 - jährige dann ein realistisches und alltägliches Szenario -:)

Ansonsten gilt für alle Frauen von 16 - 49, das nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage der Marktwert wegen des verknappten Angebotes an Frauen gute Chancen auch für das angeblich hässliche Entlein bestehen, sich aus dem Überschuss an Männern zwar nicht den Traumprinzen, aber einen soliden Lebenspartner herauszufischen...

Und auch für die über 50 jährigen ist statistisch gesehen ein Mann, der unter 50 liegt drin. Allein das Schamgefühl der Frau steht einer Beziehung einer über 50 - jährigen mit einem 45 jährigen Mann entgegen, wobei statistisch gesehen die Erfolgsaussichten bei jüngeren Männern allein wegen des Überschusses in den jüngeren Gruppen nichs entgegensteht...

Fazit: Gewinner der Situation dürften statistisch gesehen Frauen sein. Manch junger Mann wird seine Ansichten über Sex mit älteren Frauen überdenken müssen oder ins Ausland ausweichen müssen, um seine Lebenspartnerin zu finden. Beides tut unserer Gesellschaft gut, macht Sie offener und liberaler und somit ist der Autor dieser Abhandlung zufrieden, auch wenn er auf der männlichen "Verliererseite" steht, was der Autor nicht so empfindet, aber wenn man sich so umhört, gängige Meinung sein dürfte.

Wie dem auch sei - der Sternenhimmelstuermer wünscht auch diesen Sommer, das jeder Topf seinen Deckel findet...